(no subject)
So, es wird endlich mal wieder Zeit für ein film-related posting.
Davon erhoffe ich mir
a) eine Übersicht über den Kram, den ich die letzten zwei Tage über geguckt habe und
b) ein Loskommen von diesem fucking Denglisch, das ich ebenfalls seit zwei Wochen talke. XD
Beginnen wir mit:
Resident Evil: Degeneration
Ich muss sagen: Ich bin kein Fan der Spiele aufgrund meiner abstrusen Angst vor Zombies. Dennoch bin ich - danket Final Fantasy - ein großer Fan von CG-Filmen und dachte mir, ich sollte mir dieses entzückende Werk mal ansehen. So habe ich dann gleichzeitig auch noch die Möglichkeit, ein bisschen eyecandy (<- da geht er hin der Vorsatz mit dem Denglisch) zu ergattern, denn Leon S. Kennedy spielt in diesem Film eine nicht unerhebliche Rolle.
Kurz was zur Handlung: Claire Redfield, die Schwester des oh-so-bekannten Chris Redfield und Mitglied von TerraSafe einer Organisation, die sich dem Kampf gegen biologische Waffen verschrieben hat, muss sich erneut gegen Zombies zur Wehr setzen, die sich per Flugzeug nach Harvardville Airport einfliegen lassen. Krawumms, Zombies da, kadöng, Leon kommt, pömms, Zombies zum Teil tot, Claire und kleines Indermädchen gerettet. WilPharma, der Konzern, gegen den Claires Organisation massiv kämpfte, hat nun ein Gegenmittel für das T-Virus (altes Scheißding) kreiert, Claire zerfließt in Schuldgefühlen, hilft aber dann dem Obermops von WilPharma, den Impfstoff zu holen, nachdem dieser bedauerlicherweise in die Luft ging. Im Konzern selbst geht dann allerdings auch eine Bombe hoch, wodurch das restliche T-Virus (ja, man höre und staune) freigesetzt wird, was - erstaunlicherweise - den Rest der Rasselbande ebenfalls in Zombies verwandelt. Auch der Bruder von der feschen Polizistin, mit der sich Leon die ganze Zeit herumschlagen muss, motzt sich zombietechnisch auf, krawumms, wir erschießen Zombies, kadöng, wir retten die Menschheit. Danach kommt noch eine lustige Intrige, sowie die Aussicht auf ein mordsmäßig spannendes Sequel. [/ironie].
Animation: Verantwortlich für die ganzen Resident-Evil-Spiele ist ja die liebenswerte Firma Capcom, die auch die erfolgreiche Devil-May-Cry-Reihe anfertigt. Deswegen kann man sich eigentlich über hohe Qualität im Design freuen, und ja, das ist an einigen Stellen auch wirklich sehr deutlich gelungen. Zum Beispiel ist die Szene, in der das Flugzeug in den Flughafen kracht und die anschließende Attacke der Zombies wirklich herrvorragend umgesetzt und an die Atmosphäre eines Zombie-Horror-Schockers angepasst, denn ob es nun ein Flughafentrümmerfeld ist oder die kläglichen Überreste von Racoon City, das Bild, das sich zeigt, ist gut gemacht. (Ich würde gerne Bilder zeigen, aber da ich allein in meinem dunklen Zimmer hocke, hab ich davor viel zu viel Angst ^_^).Kleidung und Haare sind routiniert realistisch umgesetzt und bieten Anguckspaß, auch wenn der graue Zwirn, den ein Charakter trägt, oftmals wirkt wie Blei oder Tapetenkleister.
Leider will man sich ja nicht nur am spliss-und schuppenfreien Haar der Protagonisten erfreuen, ansonsten wäre die Animation richtig schön gewesen. Schaut man die Bewegungen der Charaktere an, so reizen die ihr Potenzial bis zur Biegsamkeit eines Holzlöffels aus auch die Mimik lässt zu wünschen übrig. Besonders bei Claire vermisst man manchmal jegliche Regung, obwohl die Mittel, diese zu kreieren, ja eindeutig da sind. Schade. Da habe ich bei Zelda:Oracle of Seasons manchmal mehr Gefühl in den Gesichtzügen gesehen und das war ein Gameboy-Color-Spiel, verdammt noch mal!
Meinung: Neben der manchmal mehr schlecht als rechten Animationstechnik hapert es eindeutig an der Story. Obwohl sich der aus fiktiven Fernsehberichten zusammengeschnitte Prolog gut anschauen und verfolgen lässt (zumindest für alle, die NICHT denken, Racoon City wäre der Hauptsitz der Panzerknacker -> ich) und auch die Flughafenszenerie zu Beginn des Films sehr spannend umgesetzt wird, nimmt der Film danach drastisch ab, was Spannung und Sinn angeht. Eine uninteressante Bruder-Schwester-Geschichte (scheint genauso ansteckend zu sein, wie der T-Virus, zumindest im Kreativteam von RE O.o), gespickt mit unendlich doofen Moralsprüchen und einer total bescheuerten Auflösung des Konflikts, der sich immer weiter von der drohenden, neuen Zombieplage wegentwickelt, um sich auf das angesprochene Familiendrama zu konzentrieren, lassen RESI:Degeneration zu einer leeren, glänzenden Hülle verkommen.
Liebe Güte! Leon, der von Fachkreisen (XD) als "eine der coolsten Säue überhaupt" bezeichnet wurde, ist im Film ungefähr so cool wie jeder andere x-beliebige, mysteriöse, schweigsame Held. Das ist nicht mehr Leons Coolness (die ja so formidabel an Dante erinnerte manchmal <3), das ist... äh ja: Nach zehn Minuten ist es bodenlose Langeweile, nach zwanzig Minuten ein Gähnkrampf und nach 30 Minuten der Wunsch nach blutrünstigem Gemetzel, damit der Junge mal ein bisschen was zu tun bekommt. Auch das weitere Charakterdesing und die Entwicklung wirkt eher, als habe man sich das Drehbuch in zehn Minuten Kaffeepause ausgedacht, außerdem hat man geklaut und das Genre nicht nur ausgereizt, sondern es am Schlawittchen gepackt, auf dem Seziertisch drapiert und bis zum Erbrechen ausgeschlachtet, sodass rein gar nichts mehr an Innovation übrig ist. Bestes Beispiel: Der vom bösen Zombie-oder-sonst-was-Virus besessene Bruder erinnert sich aufgrund des Familienfotos, das Politessenfrau mit sich herumschleppt an seine menschliche Seite, kämpft gegen das Monster in sich selbst an und empfiehlt seiner Schwester, vor ihm davonzulaufen. Vorher bittet er sie noch höflichst darum, dass sie ihn doch bitte killen möge.
Ahm...Haben wir das nicht schon mal in sechs Milliarden anderen Filmen gesehen? Tschuldigung, Capcom, aber das könnt ihr doch wohl besser. O.o
Nun ja, insgesamt lässt sich "Resident Evil: Degeneration" wohl anschauen, ist allerdings nichts, was einen die anderthalb Stunden gebannt an den Schreibtischstuhl oder die Couch fesselt, denn Animationsschwächen und eine langweilige Story verstärken das Bedürfnis, diesem Elend zu entkommen, um das Spiel wieder ordentlich zu zocken (bzw. sich coole Filmszenen mit Leon anzuschauen XD):
Und weil das Posting jetzt schon wieder viel zu lang geworden ist, beschließe ich die anderen Filme gesondert zu betrachten. ^^
Davon erhoffe ich mir
a) eine Übersicht über den Kram, den ich die letzten zwei Tage über geguckt habe und
b) ein Loskommen von diesem fucking Denglisch, das ich ebenfalls seit zwei Wochen talke. XD
Beginnen wir mit:
Resident Evil: Degeneration
Ich muss sagen: Ich bin kein Fan der Spiele aufgrund meiner abstrusen Angst vor Zombies. Dennoch bin ich - danket Final Fantasy - ein großer Fan von CG-Filmen und dachte mir, ich sollte mir dieses entzückende Werk mal ansehen. So habe ich dann gleichzeitig auch noch die Möglichkeit, ein bisschen eyecandy (<- da geht er hin der Vorsatz mit dem Denglisch) zu ergattern, denn Leon S. Kennedy spielt in diesem Film eine nicht unerhebliche Rolle.
Kurz was zur Handlung: Claire Redfield, die Schwester des oh-so-bekannten Chris Redfield und Mitglied von TerraSafe einer Organisation, die sich dem Kampf gegen biologische Waffen verschrieben hat, muss sich erneut gegen Zombies zur Wehr setzen, die sich per Flugzeug nach Harvardville Airport einfliegen lassen. Krawumms, Zombies da, kadöng, Leon kommt, pömms, Zombies zum Teil tot, Claire und kleines Indermädchen gerettet. WilPharma, der Konzern, gegen den Claires Organisation massiv kämpfte, hat nun ein Gegenmittel für das T-Virus (altes Scheißding) kreiert, Claire zerfließt in Schuldgefühlen, hilft aber dann dem Obermops von WilPharma, den Impfstoff zu holen, nachdem dieser bedauerlicherweise in die Luft ging. Im Konzern selbst geht dann allerdings auch eine Bombe hoch, wodurch das restliche T-Virus (ja, man höre und staune) freigesetzt wird, was - erstaunlicherweise - den Rest der Rasselbande ebenfalls in Zombies verwandelt. Auch der Bruder von der feschen Polizistin, mit der sich Leon die ganze Zeit herumschlagen muss, motzt sich zombietechnisch auf, krawumms, wir erschießen Zombies, kadöng, wir retten die Menschheit. Danach kommt noch eine lustige Intrige, sowie die Aussicht auf ein mordsmäßig spannendes Sequel. [/ironie].
Animation: Verantwortlich für die ganzen Resident-Evil-Spiele ist ja die liebenswerte Firma Capcom, die auch die erfolgreiche Devil-May-Cry-Reihe anfertigt. Deswegen kann man sich eigentlich über hohe Qualität im Design freuen, und ja, das ist an einigen Stellen auch wirklich sehr deutlich gelungen. Zum Beispiel ist die Szene, in der das Flugzeug in den Flughafen kracht und die anschließende Attacke der Zombies wirklich herrvorragend umgesetzt und an die Atmosphäre eines Zombie-Horror-Schockers angepasst, denn ob es nun ein Flughafentrümmerfeld ist oder die kläglichen Überreste von Racoon City, das Bild, das sich zeigt, ist gut gemacht. (Ich würde gerne Bilder zeigen, aber da ich allein in meinem dunklen Zimmer hocke, hab ich davor viel zu viel Angst ^_^).Kleidung und Haare sind routiniert realistisch umgesetzt und bieten Anguckspaß, auch wenn der graue Zwirn, den ein Charakter trägt, oftmals wirkt wie Blei oder Tapetenkleister.
Leider will man sich ja nicht nur am spliss-und schuppenfreien Haar der Protagonisten erfreuen, ansonsten wäre die Animation richtig schön gewesen. Schaut man die Bewegungen der Charaktere an, so reizen die ihr Potenzial bis zur Biegsamkeit eines Holzlöffels aus auch die Mimik lässt zu wünschen übrig. Besonders bei Claire vermisst man manchmal jegliche Regung, obwohl die Mittel, diese zu kreieren, ja eindeutig da sind. Schade. Da habe ich bei Zelda:Oracle of Seasons manchmal mehr Gefühl in den Gesichtzügen gesehen und das war ein Gameboy-Color-Spiel, verdammt noch mal!
Meinung: Neben der manchmal mehr schlecht als rechten Animationstechnik hapert es eindeutig an der Story. Obwohl sich der aus fiktiven Fernsehberichten zusammengeschnitte Prolog gut anschauen und verfolgen lässt (zumindest für alle, die NICHT denken, Racoon City wäre der Hauptsitz der Panzerknacker -> ich) und auch die Flughafenszenerie zu Beginn des Films sehr spannend umgesetzt wird, nimmt der Film danach drastisch ab, was Spannung und Sinn angeht. Eine uninteressante Bruder-Schwester-Geschichte (scheint genauso ansteckend zu sein, wie der T-Virus, zumindest im Kreativteam von RE O.o), gespickt mit unendlich doofen Moralsprüchen und einer total bescheuerten Auflösung des Konflikts, der sich immer weiter von der drohenden, neuen Zombieplage wegentwickelt, um sich auf das angesprochene Familiendrama zu konzentrieren, lassen RESI:Degeneration zu einer leeren, glänzenden Hülle verkommen.
Liebe Güte! Leon, der von Fachkreisen (XD) als "eine der coolsten Säue überhaupt" bezeichnet wurde, ist im Film ungefähr so cool wie jeder andere x-beliebige, mysteriöse, schweigsame Held. Das ist nicht mehr Leons Coolness (die ja so formidabel an Dante erinnerte manchmal <3), das ist... äh ja: Nach zehn Minuten ist es bodenlose Langeweile, nach zwanzig Minuten ein Gähnkrampf und nach 30 Minuten der Wunsch nach blutrünstigem Gemetzel, damit der Junge mal ein bisschen was zu tun bekommt. Auch das weitere Charakterdesing und die Entwicklung wirkt eher, als habe man sich das Drehbuch in zehn Minuten Kaffeepause ausgedacht, außerdem hat man geklaut und das Genre nicht nur ausgereizt, sondern es am Schlawittchen gepackt, auf dem Seziertisch drapiert und bis zum Erbrechen ausgeschlachtet, sodass rein gar nichts mehr an Innovation übrig ist. Bestes Beispiel: Der vom bösen Zombie-oder-sonst-was-Virus besessene Bruder erinnert sich aufgrund des Familienfotos, das Politessenfrau mit sich herumschleppt an seine menschliche Seite, kämpft gegen das Monster in sich selbst an und empfiehlt seiner Schwester, vor ihm davonzulaufen. Vorher bittet er sie noch höflichst darum, dass sie ihn doch bitte killen möge.
Ahm...Haben wir das nicht schon mal in sechs Milliarden anderen Filmen gesehen? Tschuldigung, Capcom, aber das könnt ihr doch wohl besser. O.o
Nun ja, insgesamt lässt sich "Resident Evil: Degeneration" wohl anschauen, ist allerdings nichts, was einen die anderthalb Stunden gebannt an den Schreibtischstuhl oder die Couch fesselt, denn Animationsschwächen und eine langweilige Story verstärken das Bedürfnis, diesem Elend zu entkommen, um das Spiel wieder ordentlich zu zocken (bzw. sich coole Filmszenen mit Leon anzuschauen XD):
Und weil das Posting jetzt schon wieder viel zu lang geworden ist, beschließe ich die anderen Filme gesondert zu betrachten. ^^