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"Tinkerbell" heißt das neue, animierte Trickabenteuer aus dem Hause Disney und auch im Deutschen hat man sich diesmal an den englischen Namen der kleinen, feeischen Freundin Peter Pans gehalten, sodass man "Naseweis" allenfalls noch in Nimmerland begegnet, aber nicht in "Fairy Hollow", dem neu ersonnenen Handlungsort.  

Aus einem Babylachen geboren, sieht sich die Titelheldin hineingeworfen in das bunte Treiben des Feenreiches, das sich aus fünf Bereichen zusammensetzt: den Reichen der vier Jahreszeiten, denen jeweils ein Minister vorsteht, sowie dem Reich der Kupferkesselfeen, das heißt, denjenigen, die nicht aktiv an naturmagischen Prozessen teilnehmen, sondern die alltäglichen Gebrauchsgegenstände herstellen. 
Tinkerbell wird dieser letzten Gruppe - passenderweise auch "Tinker" genannt - zugeordnet, ist jedoch reichlich unzufrieden mit ihrer Stellung, vor allem, weil es den Tinkern untersagt ist, das Festland zu besuchen, die Welt, aus der all die herrlichen "Fundsachen" - angeschwemmte Abfälle der Menschen - kommen, die die kleine Kupferkesselfee so abgöttisch liebt. Ihre Neugier auf diese fremdartige Welt der Menschen treibt sie dazu, ihre eigentliche Bestimmung abzustreiten. Sie lässt sich von ihren Feenfreundinnen (Rosetta, der Gartenfee, Silberdunst, der Wasserfee, Iridessa der Lichtfee und Fawn, der Tierfee) deren Aufgaben und Tagwerk erläutern, doch ihre eigenen Versuche, Tautro
pfen auf einem Spinnennetz zu verteilen, Sonnenstrahlen einzufangen oder Küken das Fliegen beizubringen enden in einem Fiasko. 
Weil sie sich aber trotz allem noch nicht mit ihrer Rolle identifizieren kann, versucht sie es bei ihrer ärgsten Feindin, Vidia, die sie allerdings schamlos betrügt. Aus dem Wunsch danach, sich zu beweisen, beschwört Tinkerbell eine Katastrophe herauf, indem sie die Vorbereitungen für den Frühling zu Nichte macht. Mit Hilfe von Terence, dem Elfenmann, findet sie schlussendlich doch zu ihrer Bestimmung und kann sogar zum Festland reisen.  

"Tinkerbell" überzeugt vor allem durch ein hervorragendes Charakterdesign. Normalerweise ist man von Disney  stereotypische Frauengestalten gewöhnt  - man vergleiche allein Belle und Jasmin! - doch die Feen aus Pixie Hollow entfalten mit zunehmender Länge des Films ihre Individualität.
Selbstverständlich, man hat den verschiedenen Feenfreundinnen Tinkerbells zu ihren Elementen passende Farben zugeordnet, was zum Beispiel Rosettas rot geprägte Kleidung und Haarfarbe erklärt, doch von diesem Farbmuster wird in Kindermärchenfilmen oft Gebrauch gemacht und gilt eher als bewährtes Handwerkszeug, denn als Klischee.
Die Vielfalt der Gestaltung ist also eher in den Frisuren und in den Gesichtern zu finden, die sich nicht nur auf die Haupt- und größeren Nebencharaktere beschränkt, sondern auch in der Masse des Feenvolkes deutlich zum Vorschein tritt. Als Beispiel dient da die Massenszene, die kurz nach der "Zerstörung des Frühlings" entsteht, sowie die Versammlung der Feen, bei der Verkündung, der Frühling könne nicht stattfinden. Zwar kann man nicht pauschal sagen, dass jede Fee neue Gesichtszüge hat, doch die Macher achteten strikt darauf, ähnliche Merkmale nicht in der gleichen Szene auftreten zu lassen. Als Beispiel seien die beiden hier gezeigt, zwei absolute Nebenrollen, die in einem Sekundenabstand aufeinander folgen .


Auch hier muss angemerkt werden, dass einiges der Unterschiedlichkeit durch Frisuren und Kleidung hervorgerufen wird, allerdings sollte man würdigen, dass sich die Regiearbeit eben auch an solchen Details im besonderen Maße aufgehalten hat.
Neben den Feenköpfchen zeugen auch die Körper von Tinkerbell und Co. von einem Wandel im Hause Disney. Wieder sei hier an Jasmin und Belle erinnert, die mit Wespentaillen besonderer Güteklasse aufwarteten. Hingegen lassen sich in "Tinkerbell" auch viele Feen finden, die eine - zwar keineswegs menschliche oder proportional korrekte - aber eine weitaus angemessenere, weibliche Figur haben, die sogar bis in die Extreme gehen kann, wie das Beispiel Fawns in diesem Bild beweist. Im besonderen Maße sollte auf ihre Hüfte geachtet werden. Jasmin steht im Vergleich daneben.
     (Verzeiht die miese Qualität ^^;).

Zwar hat auch Fawn eine nicht vertretbar schmale Taille, aber wenn man sich die Hüften ansieht, kann man erkennen, dass ihre Oberschenkel und ihr Po bei weitem ausgeprägter sind, als bei Jasmin. Diese neue Gestaltung der tragenden Charakter setzt ein Zeichen - einerseits ist sie eine Hommage an die durchaus wohlgeformte Fee "Naseweiß", die in "Peter Pan" für den nötigen Sexappeal sorgte, andererseits distanziert sie sich von der überzogenen Künstlichkeit der Körper in früheren Disneywerken und sorgt für einen moderneren, gesünderen Blick auf die Proportionen eines weiblichen Körpers. Vor allem im Hinblick auf Jugendliche, denen durch Werbung und andere Medien ein sehr, sehr schlankes Bild von Schönheit suggeriert wird, zeichnet sich hier ein deutlicher Trend ab, dessen Fortsetzung auch für andere Filme oder Cartoons erstrebenswert ist.  
Schaut man von den individuellen Figuren auf das Gesamtbild der Feenumgebung, so wird man auch dort von einer wahren Detaillfülle erschlagen. Die Feen haben sich um die Natur herumgelegt und gehen förmlich in ihr auf. Ausgedrückt wird dies durch die beliebten und längst bekannten Verfremdungen - eine Teekanne besteht plötzlich aus einem Grashalm und einem Bucheckernkopf, eine Schale ist aus Blumenstängeln zusammengewebt und was der Beispiele mehr sind. Klare, fast schon grelle Farben sorgen für eine idyllische, freundliche Atmosphäre, die den Film auch einem jüngeren Publikum zugänglich macht, denn selbst kleinere Kinder werden den Unterschied zwischen bunten Blüten als Zeichen für den Frühling und der grauschwarzen Wolke aus Staub, die sich über selbige legt, als Zeichen von Tinkerbells Fehler verstehen. In Anlehnung an frühere, farbenprächtige Werke wie "Fantasia" lassen sich auch in "Tinkerbell" sehr stilvoll kompositionierte Naturbilder finden, die durch den Glanz, den die Feen bei jedem Flug hinter sich herziehen, noch an Intensität und Vielschichtigkeit gewinnen. Leicht lässt sich dieses Phänomen in der Endsequenz finden, wenn Tinkerbell die Naturfeen bei ihrem Werk beobachtet, wo Wasser, Schnee, Blüten und Sonnenstrahlen eine - wenn auch klar umrissene aber nichtsdestotrotz sehr anregende - Symbiose eingehen und die friedvolle, beschauliche Grundstimmung verstärken; ein Muss für jeden Film mit Happy End!
Was sich jedoch als absolut überzeugendes Argument für den Film herausstellt, ist nicht unbedingt die Charakterdarstellung, sondern die Charakterentwicklung. Tinkerbell selbst ist mit ihrer offenen, liebevollen, neugierigen, aber auch launischen und unnachgiebigen Art einer der vielschichtigsten Charakte des Film, die sich trotz des relativ begrenzten Mimikspiels zu einer greifbaren, abgerundeten, nachvollziehbaren Gestalt entwickelt. Die Charakterentwicklung Tinkerbells gipfelt in der Szene am "Feenstaubbrunnen". Völlig aufgelöst und hilflos findet sie sich an der goldenen Quelle der Magie der Feen ein, nachdem sie die Vorbereitungen für den Frühling durch Unachtsamkeit vernichtet hat. Durch frühere Verfehlungen, die auf ihre Tollpatschigkeit und Ungeduld zurückzuführen sind - ebenfalls wichtige Charakterzüge - ist die gesamte Feengemeinschaft ihr gegenüber völlig abweisend eingestellt, sodass Tinkerbell beschließt, "für immer" fortzugehen. Es entspinnt sich ein Gespräch mit dem "Feenstaubverwalter" Terence, der sie mit umgedrehter Psychologie dazu bringt, ihren eigenen Wert zu erkennen. Bei dieser Technik stellt der überlegene Charakter (in diesem Fall NICHT die Hauptfigur) die grundsätzliche Frage, die zur Lösung des Problems führt so, dass der unterlegene Charakter, die Antwort selbst gibt und in diesem Moment erkennt, dass das Problem doch nicht so gravierend ist, wie es erscheinen mag. Eine etwas saloppere Definition besagt:
"Damit ist gemeint, jemandem etwas so zu sagen, daß er hinterher das Gegenteil tut/sagt, und man genau das erreichen wollte." Im praktischen, vorliegenden Fall, sieht das Ganze so aus:

(Szene: 5.14-6.45) Was an dieser Szene so heraussticht, ist, natürlich, oberflächlich betrachtet, die zarte Romanze, die sich zwischen Terence und Tinkerbell anbahnt.
Aber, auf die oben angesprochene Charakterentwicklung bezogen, gewinnt dieser kurze Dialog an besonderer Bedeutung.
In normalen, szenischen Darstellungen der "umgekehrten Psychologie" wird der zu diesem Moment unterlegene Charakter meist mit einem letzten, aufmunternden Blick o.ä. vom überlegenen Charakter zur Handlung und somit (meist) zur Konfliktlösung veranlasst. Dies unterstreicht, dass der unterlegene Charakter selbst zur Erkenntnis gelangt ist, ist allerdings mittlerweile auch dem Klischee anheim gefallen, weil es in einer unzähligen Masse an Filmen usw. bereits verwendet wurde (und mir fällt natürlich gerade jetzt gar keiner ein! O.o gebt mir bitte einen, wenn ihr wisst, was ich meine!).
"Tinkerbell" bricht mit diesem Klischee, denn das Drehbruch schreibt Terence vor, Tinkerbell, die sich immer weiter in ihre Rede über "Wesen" und "Talent" hineinsteigert, zu unterbrechen und klipp und klar zu sagen: "I am [proud]." Diese glasklare, unanfechtbare Aussage von Terence beweist, dass Tinkerbell allein nicht in der Lage ist, die Wahrheit ihrer eigenen Worte zu erkennen, doch die daraus resultierende Naivität würdigt ihren Charakter nicht herab, im Gegenteil, sie fügt das letzte charakterliche Merkmal hinzu, das Tinkerbells Verhalten ausmacht. Sie dient also zur Vertiefung des Charakters der Elfe. Auch Terence, der bis dato nicht ein Wort im Film gesprochen hat, wird von jetzt auf nun zu einem round character. Seine Überlegenheit, die sich auf ein tieferes Verständnis für Tinkerbells vertrackte Situation gründet, und seine empathische, verständnisvolle Seite werden durch den simplen Satz "I am " verdeutlicht. Er weiß, dass Tinkerbell einem ungemein großen Problem gegenübersteht, er weiß, dass sie die Lösung dafür selbst finden muss - weswegen er sie zu ihrem Monolog verleitet- , allerdings weiß er auch, dass er ihr bei der Suche nach der Lösung helfen muss. Deshalb spricht er den letzten Anstoß, den Tinkerbell braucht, aus. Zum Ende hin verlässt Tinkerbell ihn, allerdings nicht mit der Zuversicht, die sich sonst nach einer Moralpredigt dieser Art im Herzen des Heldens festsetzt, sondern immer noch mit einer grüblerischen, auf die praktische Lösung des Problems des zerstörten Frühlings bedachten Haltung. Auch dies verdeutlicht, dass man den Figuren Zeit zur Entwicklung lässt, um eine Nachvollziehbarkeit der Handlungen hervorzurufen.
Diese drei Traditionsbrüche, bezüglich Zeichenstil, Individualität der Schöpfungen und der Relativierung der Erkenntnisfähigkeit der Hauptfigur stellen sehr positive Entwicklungen dar, die eine neue, geistige Haltung gegenüber dem Cartoon/Animationsfilm als ernsthaftem Medium präsentiert.   
Jedoch gibt es auch einige negative oder  besser mit Vorsicht zu genießende Konsequenzen aus einem Abweichen von der Konvention, die sich in der Botschaft des Films manifestieren
Zwei Anhaltspunkte sind ausschlaggebend, um diese Botschaft aufzuklären: Zum Einen, Tinkerbells Monolog am Feenstaubbrunnen, zum Anderen ihre schlussendliche Hinwendung zum Technischen in der sonst von Manufaktur geprägten Feenwelt.
Beginnen wir mit dem Monolog. Tinkerbell erklärt Terence: "Terence, what are you talking about? You are probably the most important one, there is. Without you, no one would have any magic. Your talent makes you, who you are. You should be proud of it."    Oder, in der deutschen Übersetzung: "[...] Deine Gabe macht dich zu dem, was du bist."
Im ersten Moment klingt dies wie eine schöne Moral: Deine Talente machen dich, deinen Charakter, dein Wesen aus. Auch Tinkerbell nutzt am Ende ihr "gegebenes" Talent - immerhin hat sie es sich nicht selbst ausgesucht, eine Kupferkesselfee zu sein - um etwas Großes zu erreichen. Doch, anders als in den üblichen großen Disneyfilmen, bleibt sie in diesem, für sie festgestecken Rahmen. Sie wird keine Naturfee, sie muss demütig lernen, ihre Stellung als "Tinker" zu akzeptieren. Die übliche, sehr amerikanisierte Moralansicht der "Vom Tellerwäscher-zum-Millionär"-Story bleibt aus. Tinkerbell ist "Tellerbauer" und bleibt "Tellerbauer".
Schneewittchen wird vom verstoßenen Stiefkind zur Prinzessin, Cinderella/Aschenputtel wird vom Putzmädchen ebenfalls zur Königsbraut hochgestuft und selbst Arielle, die ja auch unter dem Meer eine Prinzessin ist, gewinnt an Wert, immerhin wird sie Mensch und trägt kein tierisches Teil, wie den Fischschwanz mehr mit sich herum. Aber was ist mit Tinkerbell? Sie ist von Geburt an eine Tinker und wird eine bleiben, so das Ende des Films. Diese deterministische Ansicht des Schicksals, die in ihrer Endgültigkeit, nämlich der Unmöglichkeit des Entkommens aus dem - möglicherweise göttlich - gegebenen Weg,  häufig lyrisch in der Barockzeit verarbeitet wurde, läuft dem momentanen Bild des Überflieger-Menschen völlig entgegen: Den Kindern wird eine feste Schicksalsgebundenheit suggeriert, die zwar ein schönes Ende haben, aber keinesfalls aufgebrochen werden kann. Da allerdings erwiesen ist, dass sich selbst Mobiltelefonverkäufer zu Spitzentenören mit Weltambitionen entwickeln können  (Paul Potts, Kinners XD), ist die Determination als Grundgedanke menschlischen Lebens nicht mehr zeitgemäß und sollte nicht mehr vermittelt werden. Natürlich, es ist keineswegs gesagt, dass man mit harter Arbeit an sein Lebensziel kommt - wie beispielsweise die erschreckende Abhängigkeit von sozialem Status und Bildungsgrad zeigt - dennoch stehen die Chancen höher, als wenn man sich auf einen festgesteckten Schicksalsglauben verlässt. Die kapitalistisch gesinnte, kaum auf soziale Aspekte bedachte Ordnung der heutigen Welt sollte auch in Trickfilmen dargeboten werden, damit Kinder und Jugendliche eine realitätsnahe Sicht auf die Dinge entwickeln, die nicht, ich betone, nicht positiv gemeint sein muss.
Sie ist lediglich eine wertfreie Tatsache..
Denn danach kann man sich immer noch Idealen wie der Chancengleichheit zuwenden.
Der zweite, mehr oder minder negative Stilbruch entsteht durch die von vornerein in der Natur spielenden Szenerie. Tinkerbell will ausbrechen, aus dem System, das sich ihr bietet, scheitert allerdings an der Naturmagie ihrer Freundinnen.
Demnach bleibt für sie nur ein Weg - die Technik/Mechanik, die sie aus den Fundsachen der Menschen herstellt.
Mal davon abgesehen, dass die Rettung des Frühlings durch menschliche Gebrauchsgegenstände, eine Selbstbeweihräucherung des Menschen darstellt, der eher für seine naturzerstörenden Triebe bekannt ist, leitet nun auch diese Hinwendung Tinkerbells zum Naturfremden die industrielle Revolution im Feenreich ein. Tinkerbell erfindet Marienkäferanmalkanonen, Haselnussaufsammelhandschuhe, Tau-auf-Spinnennetz-Verteiler und was der Erleichterung der Arbeiten für die Feen mehr sind. Natürlich geschieht all dies nur, um die Vorbereitungen für den Frühling wieder herzustellen, doch was hindert die Feen daran, die Maschinen auch danach wieder einzusetzen? Wo früher fünf Feen für die Bearbeitung von Marienkäfern gebraucht wurden, wäre dann nur noch eine nötig, die die Kanone bedient. Ich halte es für das perveseste Bild dieses Films, die kleine Wasserelfe mit der Farbkanone auf die lange, lange Reihe von Marienkäfern losfliegen zu sehen. Beachtet man die Geschichte, dann führt die Industrielle Revolution zwar immer zur Produktionssteigerung einerseits, aber auch immer zur Verelendung und Verkümmerung der arbeitenden Bevölkerung andererseits. Wenn man nun wieder auf das Zuvorbehandelte zurückgreift, so entsteht eine abartige Form der radikal-kapitalistisch industriellen Ausbeutung: Da die Tinker/Kupferkesselfeen an Stand und Talent gebunden sind, wie Tinkerbell selbst formuliert, können sie die Maschinen nur produzieren, davon aber selbst nicht profitieren, wie es die nun zu mehr freier Zeit gelangenden Naturfeen tun können, die die "Maschinen" zu ihrem Vorteil nutzen.
Das Einzige, was die totale Unterdrückung der Tinker verhindert, ist der Fakt, dass es in der Feenwelt kein Geld zu geben scheint. Nicht mal für den Feenstaub, die Quelle ihrer Magie, müssen sie bezahlen. Würde man versuchen, diese (geldlose) Vorstellung auf unsere Welt zu übertragen, erhielte man als Ergebnis - paradoxerweise - eine verquere Form des Kommunismus: Obwohl nicht alle das Gleiche haben, sind alle glücklich. Dass diese Utopie nicht eintreten kann, beweist das neidische, eifersüchtige Denkprinzip des Menschen seit Jahrtausenden.
Demnach bietet "Tinkerbell" zwar einen interessanten Bruch mit der Tradition von Zeichentrickfilmen, allerdings ist es gleichzeitig ein unausgegorener Versuch eine Synthese zwischen Kapitalismus und Kommunismus, zwischen Schicksalsglauben und "from rags to riches"-Mentalität, zwischen Natur und Technik herzustellen.
Wenn man von diesen hochtheoretischen Betrachtungen jedoch absieht, gehört "Tinkerbell" zu den schönsten und beeindruckendsten Trickfilmen, die ich in letzter Zeit sah, weswegen ich ihn trotz allem weiterempfehlen würde. Und mal ehrlich. Wer könnte diesem Gesicht widerstehen? 

Date: 2009-01-14 05:29 pm (UTC)
From: [identity profile] kaokaopulver.livejournal.com
JA! VIDIA!
Neben Tink die einzige, die sie gelassen haben Q___Q<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3 WUNDERBAR!

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