Hamburg-Berlin-Dresden-München
Aug. 18th, 2009 04:16 pmOh schöööööööön, wieder zu Hause zu sein. Was nicht heißen soll, dass die Reise nicht toll war, aber es macht auch Spaß mal wieder alleine in einem kühlen halbwegs aufgeräumten Raum zu sitzen!
Und da ich es ja nicht lassen kann, das Internet mit den Details der mordsmäßig spannenden Reise zu unterhalten, folgt jetzt der ewig lange Reisebericht (vielleicht mit Fotos. Wenn ich nicht zu faul bin. Hmm, okay, ich bin zu faul. XD)
Montag: Früh um halb sechs ging es los. Kiwipapa fuhr
krawall und meine Wenigkeit an den Bahnhof, wo wir uns dann dank unseres mödermäßig geilen Tickets in den nächsten ICE hockten und geradewegs bis Hamburg fuhren. Ich verschlang den frisch ausgeliehenen Reiseführer (und hörte mir Kommentare über mein "Streber-Dasein" an XD) und ehe man sich's versah, war man in der - rückblickend betrachtet - bezauberndsten Stadt der ganzen Tour: Hamburg. So ein faszinierend pulsierendes Gebilde, so eine unglaublich tolle Stadt voller Brücken, Meer, genialer Menschen und überhaupt! Irgendwann werde ich dort wohnen. *leistet einen heiligen Schwur* Leider kamen wir dann auf die hochintelligente Idee, die Stadt doch schon mal mit den Rucksäcken zu erkunden, was sich als schwerer Fehler erwies, denn die Teile können irre schwer werden. Sogar ganz arg irre schwer. Wir besahen uns dennoch einen Großteil der Altstadt mit dem wirklich beeindruckenden Rathaus, sowie ein sauwichtiges Mahnmal ("Guck betroffen!" XD) und aßen ein wunderbares, viel zu teures Eis in einer süßen Seitengasse. Dann endlich: die Speicherstadt sowie der umwerfende Hafen. Es scheint beinah, als schlage einem hier der Duft der großen, weiten Welt entgegen, während man vor Erschöpfung stöhnend den Rucksack rumschleppt und sich die Backsteinbauten ansieht. Ich liebe rote Backsteine! Ich will ein Haus daraus haben! Oder besser: In eine dieser sauteuren Wohnungen in der Speicherstadt ziehen (und eine unheimlich miese Verkehrsanbindung in Kauf nehmen, aber ppfht, was tut man nicht alles XD). Tja, danach ging es endlich ins Hostel, was recht hübsch war und ab in den 9-Betten-Schlafsaal, der mit wenigstens einer netten Person gesegnet war. Und natürlich krawalli und mir, aber wir sind eh immer nett! *röähr* Nach kurzer Akklimatisierungsphase (und dem Entspannen der malträtierten Schultern) machten wir uns auf und erkundeten das "Schanzenviertel". Was ungefähr so aussieht wie Kön-Kalk, aber natürlich viel cooler ist. Besonders der Second-Hand-Laden, in dem mir zwar nichts gepasst hat, aber der trotzdem irre viele und geniale Sachen zum Anschauen hatte. Hehe. Danach gings nochmal in die Speicherstadt, weil wir uns eigentlich ein Spielzeugmuseum anschauen wollten, was aber leider geschlossen hatte. Tragisches Schicksal. Auch die Hafenrundfahrt musste auf den nächsten Tag verschoben werden, sodass wir unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten. Dann ging es jedoch noch zu einem kurzen Abstecher nach Sankt Pauli (das musste ja auch einfach mal sein XD), wo man sich auf dem "Dom", einem großen Volksfest, aufgrund der aberwitzigen Wasserbahn die Lunge aus dem Hals schrie und dann abdampfte, um so gelungene Kunstwerke der modernen Keramik zu betrachten, wie sie einem anhand von "mundgeblasenen Penisvasen" dargeboten wurde. (Natürlich haben wir die fotografiert. Bzw. krawall, weil ich nicht fotografieren kann.) Dann dampften wir - mehr oder minder enttäuscht, denn irgendwie hatte ich mir das berühmtberüchtigte Sankt Pauli doch verruchter vorgestellt - ab ins Hostel, mit chinesischem Essen im Bauch und einer Flasche Wein im Gepäck, mit der wir dann auch schön auf dem Balkon versumpft sind.
Dienstag: Ein fröhliches, fast volltrunkenes Erwachen, das von der erneuten Entdeckung des Slash-Gemäldes in unserem Schlafsaal begleitet wurde (großes, buntes Bild mit zwei Kerlen und einem Baby, drunter stand "There are 3 boys" mooooah, Leute, ihr wisst, wie man mich glücklich macht XD). Danach: Frühstück suchen. KA, was es war, höchstwahrscheinlich Mäcces oder ein eingepacktes Sandwich. Das will ich nie wieder essen. XD Danach gings dann in die Shoppingmeile der Neustadt, rund um die Binnenalster mit ihren Mödermöwen und Schwänen. Das Beängstigendste allerdings war das folgende Gespräch zwischen Vater und fünf- bis siebenjährigem Sohnemann. Sohn: "Ich sehe meinen Fehler ein, Vati, du hattest vollkommen Recht. Es ist ja unmöglich, die..." Dann waren wir schon an ihnen vorbei, aber dennoch. O_O So redet man doch nicht mit seinen Eltern. Und ich wette, es ging um Börsenspekulationen oder etwas ähnlich Bescheuertes. Seltsames Pflaster! Egal, dann kam es endlich zur lang erwarteten "Hamburg Dungeon" Session. Der "Hamburg Dungeon" ist eine Attraktion in einem der Blöcke der Speicherstadt und besteht aus einer Art Gruselshow mit Schaustellern, lustigen Fahrattraktionen und historisch interessanten Details über Hamburg. Wir wurden also Zeuge des großen Feuers, der Inquisition, des Folterkellers, der Beulenpest (während der ich mit dem Hampelmann auf der Bühne agieren durfte, was mir ungemeinen Spaß bereitete, ich alte attention-whore. Der war aber auch zu niedlich, der Kerl und bei anzüglichen Witzen und diversen Steilvorlagen (man beachte das Vokabular) konnt ich mich auch nicht mehr zurückhalten XD) und der Enthauptung von Klaus Störtebeker, dessen Freund, Gödeke Michels, echt sexy gezeichnet war. Schade, dass es ihn nicht als Plakat gab. Die zwei Piraten, die einen als Schausteller durch die Attraktion führten, waren auch super, ich wage zu behaupten, sie waren die Besten. Tja, dann erlitt ich noch einen Herzklabaster, als es an so eine Free-Fall-Attraktion ging (dessen Schausteller, der Henker, eindeutig der Schnuggelischste war *_*), aber auch dieses "Hängen" wurde überstanden und dann war es leider auch schon vorbei. Es lohnt sich auf jeden Fall, die 14 Euro zu investieren! Danach, geistig erschöpft und ziemlich matschig in der Birne, beschlossen wir, uns endlich der Hafenrundfahrt zuzuwenden. Mit an Bord: krakeelende Volldödel, ein lustiger Kapitän, der uns mit allerhand Seemannsgarn versorgte („Wir haben hier 200 Bananen-Biege-Maschinen und 2000 Spezialkräfte, die die grünen Früchte gelb anmalen. Wenn die Farbe trocken ist, kommen sie dann zum Verkauf.“ XD) und Brad Pitt. Ehrlich. Der Kerl sah ihm nicht nur ähnlich, er sah haargenau so aus wie er. Der Hamburger Dialekt hat uns dann jedoch davon überzeugt, dass er es nicht in Person war. Schade. ;-) Tjaja, danach tourten wir noch ein wenig weiter durch die Stadt, überfraßen uns beim Chinesen und torkelten dann glücklich und zufrieden zurück in die Herberge.
Mittwoch: Große Umsiedelung! Am Vormittag ging es nach Berlin, zwei Stunden im gemütlichen ICE-Abteil. Da wir lernfähig waren, haben wir uns direkt ins Hostel begeben, statt mit den Rucksäcken weiter wie überdimensionierte Einsiedlerkrebse herumzulaufen. Leider war das Hostel eine Enttäuschung, die Betten waren unbequem und schmutzig, wir hatten kein Licht im Zimmer und erst nach als ich ein wenig Krawall geschlagen hab (also… jetzt im übertragenen Sinne…) bekamen wir Lampen an den Betten. Grr, blöde, dafür war es eindeutig zu viel Geld. Nichtsdestotrotz begaben wir uns dann an den Alexanderplatz, wo wir mit Shopping und einigen Gängen zu den nahegelegenen Tourizielen, die Zeit totschlugen, bis wir ins Kino gingen. Ein irre hohes Gebäude, dazu unglaublich bequeme Sitze und „Public Enemies“ garantierten dann einen feinen, restlichen Abend, den wir auch zur Genüge genossen.
Donnerstag: Da sowohl krawall als auch ich bereits zu seligen Schulzeiten die unheimlich bedeutenden Dinge wie das Brandenburger Tor und ähnliches abgeklappert hatten, beschlossen wir einen Ausflug nach Potsdam zu machen und Sanssouci mit unserer Anwesenheit zu beglücken. Potsdam ist schön. Trotz der Milliarden Baustellen und noch mehr Leuten, die Fotos schossen. Sanssouci beeindruckte ebenfalls, mich vor allem die unfassbare Dekadenz, die sich Friedrich der Große angeeignet haben musste, um sich „wegen der schönen Aussicht“ eine Ruine auf den gegenüberliegenden Hügel bauen zu lassen. Sah auf jeden Fall super aus, aber… aber… aber! :-P Naja, ein stundenlanger Spaziergang durch den Schlossgarten bis zum „Neuen Palais“ unter brennender Sonne ermüdete uns dann ausreichend, um in der Brandenburger Straße erneut asiatisch zu essen, um dann gestärkt eine Shoppingtour durch diese süße, enge Gasse zu unternehmen (Bücher für einen Euro, Krimskrams- und Schrebbelsläden und überhaupt viel zu viel tolles Zeug!). Anschließend (so gegen 18 Uhr XD) düsten wir dann noch nach Babelsberg, was gegen Potsdam leider nicht gewinnen konnte. Der Park (sieht aus wie die Wahner Heide, echt -..-) war auch alles andere als ein Highlight, vor allem weil irgendein Schwerverbrecher dort Hügel von der Höhe des Mount Everest eingebaut hat. *keucht* Schloss Babelsberg hingegen glänzte dann im letzten Sonnenlicht exklusiv für uns und präsentierte sich in all seiner düster angehauchten Glorie. Waaah, Tränen der Rührung! Der Rückweg gestaltete sich jedoch jenseits von rührend, sondern eher tränenreich, weil der Park schon ziemlich ausgedehnt ist und es bis zu unserer angestrebten Haltestelle auch noch mal gefühlte sechzig Kilometer waren. Nichtsdestotrotz managten wir auch das und fielen dann nach rund 11 Stunden Gelatsche mit nur wenigen Pausen in einen komaähnlichen Schlaf.
Freitag: Nichts zu tun und das in Berlin. Unglaublich, aber wahr! Wir entschieden uns dann doch, das Brandenburger Tor noch mal zu beglotzen. Kurz vorher machte krawall mich noch auf einen Fundusverkauf aufmerksam, wo seltsame Theaterrequisiten zum Verkauf stehen, unter anderem Kostüme, Spiegel, Sessel, Tische, Kommödchen, riesige Bilder und so weiter. Total beeindruckend und saumäßig teuer! Danach faszinierten uns die Hackeschen Höfe und ein Comicladen, ehe wir zum Potsdamer Platz fuhren, wo ich dann die geheiligte Erleuchtung erfuhr: ICH HAB KITT GESEHEN, FTW!! Q___________Q Ein schwarzer Pontiac Firebird (zwar nicht TransAm aber immer noch 1982, also nah genug dran^^), schluderig eingeparkt vor einer Baustelle in der Nähe des Potsdamer Platzes, dreckig und bis zur Unkenntlichkeit verstaubt und vollgestopft, aber immer noch ein glorreicher Bruder von KITT! HALLELUJA, ES MUSS EINEN GOTT GEBEN! Nach diesem Fangasm von Meiner-Einer trabten wir brach zum IMAX und betrachteten pflichtschuldigst das Programm. Transformers 2 und ich glaube sogar in 3D für 13 Euro. Ich glaube, das Gehirn würde danach echt zerplatzen. o.o Die restliche Zeit vertrieben wir uns dann in Charlottenburg. Auch ein wunderfeines Schlösschen mit bezaubernder Gartenanlage, allerdings nicht gut für unsere geschundenen Füße, die sich irgendwann wie Pudding anfühlten. Bettchen rief und wir folgten.
Samstag: Auf nach München! Allerdings tätigten wir vorher noch einen Abstecher nach Dresden. Elbflorenz ist schön wie eh und je, allerdings war es aufgrund des „Dresdner Stadtfestes“ mit einer Unmenge an Leuten vollgestopft, die auch sonst schon nicht in die Stadt passen. Hitze und generelle Müdigkeit taten ihr Übriges, sodass wir dann auf einer Elbeseite blieben und gegen 15 Uhr in den Zug nach München stiegen. Bzw. nach Nürnberg. Mit einer schwäbisch-sächselnden (fragt nicht, es klang furchtbar) Jugendreisegruppe hinter uns, die wir vier Stunden lang ertragen mussten. So ein dümmliches Geschnatter hört man selten! Naja, um 22 Uhr schlugen wir endlich in München auf und entweihten das Tramnetz mit unserer Schwarzfahrerei. Das Hostel erwies sich als Bettenburg von immenser Größe (und von immensem Luxus! Fernseher aufm Zimmer, Badezimmer im Raum und so weiter!) und als Tussi- und Spackenhochburg. Help me, dear god. -..- Unsere Zimmernachbarn entpuppten sich jedoch als recht niedlich und nach ein paar lustigen Gesprächen gings ans Pennen. Im Schlaf verfolgten mich dann die Schwaben. Arghs!
Sonntag: Besichtigung der Bayerischen Landeshauptstadt! Es mag an Übersättigung aufgrund der anderen Städte oder einfach an Hitze und Erschöpfung oder am Wochentag und der damit einhergehenden, begrenzten Shoppingmöglichkeiten gelegen haben, aber München gefiel mir nicht. Es ist bieder, altmodisch, beinah schon rückständig und schafft es leider nicht, Moderne und Tradition miteinander zu verbinden. Keine Frage, der Hofgarten war sehr hübsch zum Flanieren und die Surfer am Eisbach ließen meinen Unterkiefer auf den Boden klatschen, aber der Rest? Hm. Der Kulturschock schlechthin war, glaube ich, der Biergarten plus Blaskapelle am Chinesischen Turm im Englischen Garten sowie Lederhosenträger everywhere und überhaupt jedes, verdammte Klischee wurde auf groteske und traurige Art und Weise erfüllt. Zum Heulen, echt. Vor allem das „Monopteros“, was auf der Postkarte ja ganz schön aussieht, war ein Schlag ins Gesicht aufgrund s einer Ekelhaftigkeit. Müll, Erbrochenes und was der Widerwärtigkeiten mehr sind, hübsch arrangiert an nem Touristenanziehungsort. Fail much? Yes. Brr. Naja, die Alt- und Neustadt sowie den Viktualienmarkt unterzogen wir dann noch einer genaueren Betrachtung, ehe wir dann etwas enttäuscht München den Rücken kehrten.
Wobei ich einen Fangirlmoment hatte, denn wir haben das Polizeipräsidium gesehen. Mihi! ^_^ (Tatort hab ich mir dann am Sonntag auch noch reingepfiffen. Ich weiß, warum ich die Saarbrückenheinis bisher – trotz Maximilian Brückner – immer gemieden habe. Schauderhaft! Wieso müssen sich denn auch immer alle die Haare schneiden XD).
Und da ich es ja nicht lassen kann, das Internet mit den Details der mordsmäßig spannenden Reise zu unterhalten, folgt jetzt der ewig lange Reisebericht (vielleicht mit Fotos. Wenn ich nicht zu faul bin. Hmm, okay, ich bin zu faul. XD)
Montag: Früh um halb sechs ging es los. Kiwipapa fuhr
Dienstag: Ein fröhliches, fast volltrunkenes Erwachen, das von der erneuten Entdeckung des Slash-Gemäldes in unserem Schlafsaal begleitet wurde (großes, buntes Bild mit zwei Kerlen und einem Baby, drunter stand "There are 3 boys" mooooah, Leute, ihr wisst, wie man mich glücklich macht XD). Danach: Frühstück suchen. KA, was es war, höchstwahrscheinlich Mäcces oder ein eingepacktes Sandwich. Das will ich nie wieder essen. XD Danach gings dann in die Shoppingmeile der Neustadt, rund um die Binnenalster mit ihren Mödermöwen und Schwänen. Das Beängstigendste allerdings war das folgende Gespräch zwischen Vater und fünf- bis siebenjährigem Sohnemann. Sohn: "Ich sehe meinen Fehler ein, Vati, du hattest vollkommen Recht. Es ist ja unmöglich, die..." Dann waren wir schon an ihnen vorbei, aber dennoch. O_O So redet man doch nicht mit seinen Eltern. Und ich wette, es ging um Börsenspekulationen oder etwas ähnlich Bescheuertes. Seltsames Pflaster! Egal, dann kam es endlich zur lang erwarteten "Hamburg Dungeon" Session. Der "Hamburg Dungeon" ist eine Attraktion in einem der Blöcke der Speicherstadt und besteht aus einer Art Gruselshow mit Schaustellern, lustigen Fahrattraktionen und historisch interessanten Details über Hamburg. Wir wurden also Zeuge des großen Feuers, der Inquisition, des Folterkellers, der Beulenpest (während der ich mit dem Hampelmann auf der Bühne agieren durfte, was mir ungemeinen Spaß bereitete, ich alte attention-whore. Der war aber auch zu niedlich, der Kerl und bei anzüglichen Witzen und diversen Steilvorlagen (man beachte das Vokabular) konnt ich mich auch nicht mehr zurückhalten XD) und der Enthauptung von Klaus Störtebeker, dessen Freund, Gödeke Michels, echt sexy gezeichnet war. Schade, dass es ihn nicht als Plakat gab. Die zwei Piraten, die einen als Schausteller durch die Attraktion führten, waren auch super, ich wage zu behaupten, sie waren die Besten. Tja, dann erlitt ich noch einen Herzklabaster, als es an so eine Free-Fall-Attraktion ging (dessen Schausteller, der Henker, eindeutig der Schnuggelischste war *_*), aber auch dieses "Hängen" wurde überstanden und dann war es leider auch schon vorbei. Es lohnt sich auf jeden Fall, die 14 Euro zu investieren! Danach, geistig erschöpft und ziemlich matschig in der Birne, beschlossen wir, uns endlich der Hafenrundfahrt zuzuwenden. Mit an Bord: krakeelende Volldödel, ein lustiger Kapitän, der uns mit allerhand Seemannsgarn versorgte („Wir haben hier 200 Bananen-Biege-Maschinen und 2000 Spezialkräfte, die die grünen Früchte gelb anmalen. Wenn die Farbe trocken ist, kommen sie dann zum Verkauf.“ XD) und Brad Pitt. Ehrlich. Der Kerl sah ihm nicht nur ähnlich, er sah haargenau so aus wie er. Der Hamburger Dialekt hat uns dann jedoch davon überzeugt, dass er es nicht in Person war. Schade. ;-) Tjaja, danach tourten wir noch ein wenig weiter durch die Stadt, überfraßen uns beim Chinesen und torkelten dann glücklich und zufrieden zurück in die Herberge.
Mittwoch: Große Umsiedelung! Am Vormittag ging es nach Berlin, zwei Stunden im gemütlichen ICE-Abteil. Da wir lernfähig waren, haben wir uns direkt ins Hostel begeben, statt mit den Rucksäcken weiter wie überdimensionierte Einsiedlerkrebse herumzulaufen. Leider war das Hostel eine Enttäuschung, die Betten waren unbequem und schmutzig, wir hatten kein Licht im Zimmer und erst nach als ich ein wenig Krawall geschlagen hab (also… jetzt im übertragenen Sinne…) bekamen wir Lampen an den Betten. Grr, blöde, dafür war es eindeutig zu viel Geld. Nichtsdestotrotz begaben wir uns dann an den Alexanderplatz, wo wir mit Shopping und einigen Gängen zu den nahegelegenen Tourizielen, die Zeit totschlugen, bis wir ins Kino gingen. Ein irre hohes Gebäude, dazu unglaublich bequeme Sitze und „Public Enemies“ garantierten dann einen feinen, restlichen Abend, den wir auch zur Genüge genossen.
Donnerstag: Da sowohl krawall als auch ich bereits zu seligen Schulzeiten die unheimlich bedeutenden Dinge wie das Brandenburger Tor und ähnliches abgeklappert hatten, beschlossen wir einen Ausflug nach Potsdam zu machen und Sanssouci mit unserer Anwesenheit zu beglücken. Potsdam ist schön. Trotz der Milliarden Baustellen und noch mehr Leuten, die Fotos schossen. Sanssouci beeindruckte ebenfalls, mich vor allem die unfassbare Dekadenz, die sich Friedrich der Große angeeignet haben musste, um sich „wegen der schönen Aussicht“ eine Ruine auf den gegenüberliegenden Hügel bauen zu lassen. Sah auf jeden Fall super aus, aber… aber… aber! :-P Naja, ein stundenlanger Spaziergang durch den Schlossgarten bis zum „Neuen Palais“ unter brennender Sonne ermüdete uns dann ausreichend, um in der Brandenburger Straße erneut asiatisch zu essen, um dann gestärkt eine Shoppingtour durch diese süße, enge Gasse zu unternehmen (Bücher für einen Euro, Krimskrams- und Schrebbelsläden und überhaupt viel zu viel tolles Zeug!). Anschließend (so gegen 18 Uhr XD) düsten wir dann noch nach Babelsberg, was gegen Potsdam leider nicht gewinnen konnte. Der Park (sieht aus wie die Wahner Heide, echt -..-) war auch alles andere als ein Highlight, vor allem weil irgendein Schwerverbrecher dort Hügel von der Höhe des Mount Everest eingebaut hat. *keucht* Schloss Babelsberg hingegen glänzte dann im letzten Sonnenlicht exklusiv für uns und präsentierte sich in all seiner düster angehauchten Glorie. Waaah, Tränen der Rührung! Der Rückweg gestaltete sich jedoch jenseits von rührend, sondern eher tränenreich, weil der Park schon ziemlich ausgedehnt ist und es bis zu unserer angestrebten Haltestelle auch noch mal gefühlte sechzig Kilometer waren. Nichtsdestotrotz managten wir auch das und fielen dann nach rund 11 Stunden Gelatsche mit nur wenigen Pausen in einen komaähnlichen Schlaf.
Freitag: Nichts zu tun und das in Berlin. Unglaublich, aber wahr! Wir entschieden uns dann doch, das Brandenburger Tor noch mal zu beglotzen. Kurz vorher machte krawall mich noch auf einen Fundusverkauf aufmerksam, wo seltsame Theaterrequisiten zum Verkauf stehen, unter anderem Kostüme, Spiegel, Sessel, Tische, Kommödchen, riesige Bilder und so weiter. Total beeindruckend und saumäßig teuer! Danach faszinierten uns die Hackeschen Höfe und ein Comicladen, ehe wir zum Potsdamer Platz fuhren, wo ich dann die geheiligte Erleuchtung erfuhr: ICH HAB KITT GESEHEN, FTW!! Q___________Q Ein schwarzer Pontiac Firebird (zwar nicht TransAm aber immer noch 1982, also nah genug dran^^), schluderig eingeparkt vor einer Baustelle in der Nähe des Potsdamer Platzes, dreckig und bis zur Unkenntlichkeit verstaubt und vollgestopft, aber immer noch ein glorreicher Bruder von KITT! HALLELUJA, ES MUSS EINEN GOTT GEBEN! Nach diesem Fangasm von Meiner-Einer trabten wir brach zum IMAX und betrachteten pflichtschuldigst das Programm. Transformers 2 und ich glaube sogar in 3D für 13 Euro. Ich glaube, das Gehirn würde danach echt zerplatzen. o.o Die restliche Zeit vertrieben wir uns dann in Charlottenburg. Auch ein wunderfeines Schlösschen mit bezaubernder Gartenanlage, allerdings nicht gut für unsere geschundenen Füße, die sich irgendwann wie Pudding anfühlten. Bettchen rief und wir folgten.
Samstag: Auf nach München! Allerdings tätigten wir vorher noch einen Abstecher nach Dresden. Elbflorenz ist schön wie eh und je, allerdings war es aufgrund des „Dresdner Stadtfestes“ mit einer Unmenge an Leuten vollgestopft, die auch sonst schon nicht in die Stadt passen. Hitze und generelle Müdigkeit taten ihr Übriges, sodass wir dann auf einer Elbeseite blieben und gegen 15 Uhr in den Zug nach München stiegen. Bzw. nach Nürnberg. Mit einer schwäbisch-sächselnden (fragt nicht, es klang furchtbar) Jugendreisegruppe hinter uns, die wir vier Stunden lang ertragen mussten. So ein dümmliches Geschnatter hört man selten! Naja, um 22 Uhr schlugen wir endlich in München auf und entweihten das Tramnetz mit unserer Schwarzfahrerei. Das Hostel erwies sich als Bettenburg von immenser Größe (und von immensem Luxus! Fernseher aufm Zimmer, Badezimmer im Raum und so weiter!) und als Tussi- und Spackenhochburg. Help me, dear god. -..- Unsere Zimmernachbarn entpuppten sich jedoch als recht niedlich und nach ein paar lustigen Gesprächen gings ans Pennen. Im Schlaf verfolgten mich dann die Schwaben. Arghs!
Sonntag: Besichtigung der Bayerischen Landeshauptstadt! Es mag an Übersättigung aufgrund der anderen Städte oder einfach an Hitze und Erschöpfung oder am Wochentag und der damit einhergehenden, begrenzten Shoppingmöglichkeiten gelegen haben, aber München gefiel mir nicht. Es ist bieder, altmodisch, beinah schon rückständig und schafft es leider nicht, Moderne und Tradition miteinander zu verbinden. Keine Frage, der Hofgarten war sehr hübsch zum Flanieren und die Surfer am Eisbach ließen meinen Unterkiefer auf den Boden klatschen, aber der Rest? Hm. Der Kulturschock schlechthin war, glaube ich, der Biergarten plus Blaskapelle am Chinesischen Turm im Englischen Garten sowie Lederhosenträger everywhere und überhaupt jedes, verdammte Klischee wurde auf groteske und traurige Art und Weise erfüllt. Zum Heulen, echt. Vor allem das „Monopteros“, was auf der Postkarte ja ganz schön aussieht, war ein Schlag ins Gesicht aufgrund s einer Ekelhaftigkeit. Müll, Erbrochenes und was der Widerwärtigkeiten mehr sind, hübsch arrangiert an nem Touristenanziehungsort. Fail much? Yes. Brr. Naja, die Alt- und Neustadt sowie den Viktualienmarkt unterzogen wir dann noch einer genaueren Betrachtung, ehe wir dann etwas enttäuscht München den Rücken kehrten.
Wobei ich einen Fangirlmoment hatte, denn wir haben das Polizeipräsidium gesehen. Mihi! ^_^ (Tatort hab ich mir dann am Sonntag auch noch reingepfiffen. Ich weiß, warum ich die Saarbrückenheinis bisher – trotz Maximilian Brückner – immer gemieden habe. Schauderhaft! Wieso müssen sich denn auch immer alle die Haare schneiden XD).
OH GOTT! Na endlich, nach fünftausend fehlgeschlagener Versuche, ENDLICH ein ordentlicher Cut! Q_Q