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Jul. 6th, 2010 01:02 amIch schaff es nicht, das blöde Meme durchzuhalten, WTF. Na, wurscht, hol ich es halt nach. Aber erst, nachdem ich erzählt habe, dass pinku_keks uns ein DFB-Quartett gekauft hat (weil ich die Finger nicht von den Rewe-Sammelbildern lassen konnte. Hat noch wer solche und will die loswerden???) XDD und ein Poster der Nationalmannschaft unsere Küchenwand ziert - in dieser ganzen Wohnung hängt kein einziges Bild von uns, aber Hauptsache, die Fußballer an der Küchenwand. *fears for her sanity* Leider haben wir festgestellt, dass der Herr Müller fehlt (Sperre und so), aber wir werden ihn einfach mit Hilfe modernster Technik einfügen (lies: Papier, Schere, Klebeband).
WTF, vor zwei Wochen fand ich Fußball und die WM noch reichlich doof, und jetzt wünschte ich, gewisse Mittelfeldspieler würden sich dazu bereit erklären, die Väter meiner ungeborenen Kinder zu werden. <333
Tag 6 - Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Uff, das ist wirklich schwer. Ich hab kaum Bücher, die ich nur einmal lese, denn wenn mich die Langeweile auffrisst, dann lese ich gern meine gesamte Sammlung von hinten bis vorn durch und es gibt kein Buch, von dem ich behaupte, das ich es nie wieder anfassen werde - außer:
Leningrad im Januar 1942: Weil er während der nächtlichen Ausgangssperre die Leiche eines deutschen Soldaten nach Essbarem durchsucht hat, wird der 17-jährige Lew sofort verhaftet – auf Plündern steht die Todesstrafe. Nach endlosen Stunden in einer kargen Gefängniszelle wird er allerdings nicht aufs Schafott, sondern zusammen mit seinem Mithäftling Kolja vor den Geheimdienstchef der Stadt geführt. Der stellt die beiden vor eine schier unlösbare Aufgabe – im Tausch gegen ihr Leben sollen sie innerhalb von sechs Tagen im ausgehungerten Leningrad zwölf Eier für die Hochzeitstorte seiner Tochter auftreiben.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der den schüchternen, introvertierten Lew schicksalhaft an Kolja schweißt – einen schlitzohrigen, charmanten Frauenhelden und notorischen Lügner, der ihm ständig schmerzhaft bewusst macht, dass er selbst so gar nicht zum Abenteurer taugt. Als die beiden die Hoffnung, in Leningrad Eier zu finden, aufgeben müssen, fasst Kolja einen aberwitzigen Plan: Er will sich mit Lew zu einer Geflügelfarm jenseits der feindlichen Linien durchschlagen, in ein Dorf südlich von Leningrad. Ein selbstmörderisches Unterfangen, wären da nicht Koljas Kaltschnäuzigkeit, eine unerschrockene Partisanin namens Vika und Lews Schachtalent …
Heute war ein unglaublich guter Tag, ziehe ich das Fazit. <333
WTF, vor zwei Wochen fand ich Fußball und die WM noch reichlich doof, und jetzt wünschte ich, gewisse Mittelfeldspieler würden sich dazu bereit erklären, die Väter meiner ungeborenen Kinder zu werden. <333
Tag 6 - Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Uff, das ist wirklich schwer. Ich hab kaum Bücher, die ich nur einmal lese, denn wenn mich die Langeweile auffrisst, dann lese ich gern meine gesamte Sammlung von hinten bis vorn durch und es gibt kein Buch, von dem ich behaupte, das ich es nie wieder anfassen werde - außer:
Mal davon abgesehen, dass ich mit Brecht nicht das Geringste anfangen kann (außer mit der "Ballade von Mackie Messer" und auch das nur dank Rammstein xD), haben wir "Mutter Courage" in der Schule deartig durchgekaut und von vorne bis hinten und hinten nach vorne und quer durch Böhmen hindurch besprochen, dass ich weiß, würde ich ich dieses Werk noch einmal lesen, ich würde laufend an die Schulanalysen denken müssen und absolut nichts Neues herausnehmen - zwar geistert mir ab und zu immer noch die ein oder andere Zeile im Kopf herum, aber alles, was dieses Buch mich lehren könnte (und das ist weiß Gott nicht viel), habe ich bereits erkannt und werd es deswegen nicht mehr lesen.
Tag 7 - Ein Buch, das dich an eine Person erinnert
Tag 7 - Ein Buch, das dich an eine Person erinnert
Leningrad im Januar 1942: Weil er während der nächtlichen Ausgangssperre die Leiche eines deutschen Soldaten nach Essbarem durchsucht hat, wird der 17-jährige Lew sofort verhaftet – auf Plündern steht die Todesstrafe. Nach endlosen Stunden in einer kargen Gefängniszelle wird er allerdings nicht aufs Schafott, sondern zusammen mit seinem Mithäftling Kolja vor den Geheimdienstchef der Stadt geführt. Der stellt die beiden vor eine schier unlösbare Aufgabe – im Tausch gegen ihr Leben sollen sie innerhalb von sechs Tagen im ausgehungerten Leningrad zwölf Eier für die Hochzeitstorte seiner Tochter auftreiben.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der den schüchternen, introvertierten Lew schicksalhaft an Kolja schweißt – einen schlitzohrigen, charmanten Frauenhelden und notorischen Lügner, der ihm ständig schmerzhaft bewusst macht, dass er selbst so gar nicht zum Abenteurer taugt. Als die beiden die Hoffnung, in Leningrad Eier zu finden, aufgeben müssen, fasst Kolja einen aberwitzigen Plan: Er will sich mit Lew zu einer Geflügelfarm jenseits der feindlichen Linien durchschlagen, in ein Dorf südlich von Leningrad. Ein selbstmörderisches Unterfangen, wären da nicht Koljas Kaltschnäuzigkeit, eine unerschrockene Partisanin namens Vika und Lews Schachtalent …
Was für ein umwerfendes Buch. Vom selben Autoren wie "Drachenläufer" (welches ich noch nicht las, weil ich nach dem Film einen halben Nervenzusammenbruch erlitten habe xD) ist die Erzählung um Lew und Kolja ein klirrendkalter, tödlicher und irgendwie irrealer Selbstmordtrip, voll mit abartigen Figuren, verständlichen, menschlichen Gedanken zum Krieg, zu Sex, zu Gerechtigkeit und Moral in Ausnahmesituationen. Am Anfang hab ich mich mit Kolja etwas schwergetan, weil er wirklich - im Vergleich zur Lusche Lew (den ich konsequent Löw schreiben will, wtf XD) - ein makelloser Supermann ist und ich ihm nur zu gern eine reingehauen hätte. Aber nach einer Weile gewöhnt man sich an ihn und seinen Galgenhumor und verschluckt sich fast vor Tränen, als man merkt, dass er ein Mensch ist, der überhaupt nicht in diesen Krieg hineinpasst - wie keiner der Protagonisten, doch niemand ist bereit, kampflos aufzugeben. Das Buch beschwört die Hoffnungslosigkeit eines Krieges herauf, nur um sich dieser dann - mit Hilfe einer sehr direkten, teilweise vulgären Sprache - machtvoll entgegen zu werfen und trotz der Kälte, der Angst, der Verzweiflung und der ekelhaften Grausamkeit nicht den Lebensmut zu verlieren.
Äh, ja, wie war die Frage? (Apropos, erzählte ich von der Pressekonferenz, die ich heute mit
pinku_keks im Fernsehen sah? Der Herr Schweinsteiger sollte irgendwas beantworten und meinte dann: "Ja, das sehen wir dann am Samstag. Sonntag, mein ich. Oder doch Samstag?" Manuel Neuer will helfen: "Sonntag!", ehe der Pressesprecher aufklärt und sagt: "Mittwoch, du meinst Mittwoch. Du denkst schon ans Finale." Gnihihihihihih, der Mensch ist so süß. <3)
Äh, ja, wie war die Frage? (Apropos, erzählte ich von der Pressekonferenz, die ich heute mit
ALSO! Ja, das Buch erinnert mich an meine Oma mütterlicherseits. Sie hat es mir neben "Assassin's Creed 2" und ein paar Küchenhandtüchern zu Weihnachten geschenkt (allein die Kombi XD) mit den Worten: "Ich hab in der Buchhandlung nachgefragt und die meinten, das wäre genau das Richtige für ein Mädchen in deinem Alter!" Naja, nach den ersten fünf mehr oder minder explizit beschriebenen Selbstbefriedigungsszenen, abgefrorenen Fingergliedern und abgehackten Beinen und Armen war ich mir darüber jetzt nicht mehr ganz so sicher... XDD So ist sie, meine Oma: Will immer das Beste (und bekommt das meistens hin), aber manchmal... ja, manchmal, da bekomm ich eben so ein Buch. <33
Tag 8 - Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Tag 8 - Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Als das Buch auf dem deutschen Markt erschien, gehörte ich natürlich auch zu den Opfern, die nachts im Buchladen standen (und ich war seltsamerweise eine der Ältesten) und es sich sofort kauften. Danach hab ich gelesen und gelesen, wo ich ging und stand - blöd nur, dass ausgerechnet an diesem Tag ein Familienausflug zum Hermanndenkmal im Teutoburger Wald stattfinden sollte. Inklusive Oma, Opa, Tante, Onkel, Cousine und so weiter. Naja, hat mich natürlich nicht daran gehindert, das Buch mit mir rumzuschleppen, den ganzen Tag nur einsilbige Antworten zu geben und ALLE zu nerven, wenn ich eine Vokabel nicht kannte. Am besten erinnere ich mich an die Seilbahn, mit der wir zum Denkmal raufgetuckert sind - ich las und las, plötzlich klingelte mein Handy und am anderen war mein Vater, der mir sagte, ich solle gefälligst nicht so viel lesen. XD Naja. Soviel dazu.
Heute war ein unglaublich guter Tag, ziehe ich das Fazit. <333
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Date: 2010-07-06 01:33 pm (UTC)no subject
Date: 2010-07-06 03:57 pm (UTC)Kriegst dann auch noch ein wenig 'Bonusmaterial'... XDDD
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Date: 2010-07-06 04:04 pm (UTC)no subject
Date: 2010-07-06 04:12 pm (UTC)Bitte Schön!